Diese Figuren zählen zu den machtvollsten und bedeutendsten heiligen Objekten der Bamana und gelangten erst spät in die internationale Kunstszene. Die in den Masken der Kono-Gesellschaft vereinte Energie wird in diesen Figuren „gespeichert“. Sie bestehen in der Regel aus Lehm, Stachelschweinborsten, Stroh, Blut, Bienenwachs und haben meistens die Gestalt eines animalischen Fabelwesens. Große boliw werden meist als Altar oder Schrein verwendet und lassen in der Gestaltung entweder eine Kombination verschiedener Tiere oder eines für kraftgeladen gehaltenes, wie z.B. ein Nilpferd oder ein Zebu-Rind erkennen. Gelegentlich werden kleine Goldstücke im Inneren eines boli verwahrt, um Geister anzulocken und Kraft zu geben.
Dieses sehr gut erhaltene und wunderschön gestaltete Exemplar befindet sich seit vielen Jahren im Besitz eines Hamburger Privatiers. |