Der 200.000 Mitglieder zählende Stamm der Guro zog im 16. Jh. von Norden her in die Elfenbeinküste ein und nannte sich damals noch Kweni. Der Name Guro wurde diesem Volk erst zwischen den Jahren 1906 und 1912 von den französischen Kolonialherren verordnet.
Die Kunst der Guro ist von hoher Eleganz und wird dominiert von wunderschönen Masken mit langgezogenen ovalen Gesichtern mit mandel-
förmigen Augen, meist feinnerviger und subtiler gestaltet als die der benachbarten Baule.
Dieses sehr dekorative Exemplar erhebt sich mit seiner eleganten Ausführung über jeden Zweifel. Die dunkel glänzende Oberfläche des Kopfes einer Antilope setzt sich markant vom dahinterliegenden Aufsatzelement ab, wodurch die Maske eine eindrucksvolle Tiefe erlangt.
Seit Anfang der 90er Jahre Bestandteil einer Hamburger Privatsammlung. |