Die Dogon zählen heute um die 250.000 Menschen und siedeln seit dem 14. Jh auf einem gewaltigen Hochplateau in Mali, in dessen Teilregionen sich unterschiedliche Schnitzstile etabliert haben. Sie alle lassen sich auf die Kunst der Tellem und der Niongom zurückführen, zwei Urvölker aus eben dieser Gegend.
Dogon-Figuren stehen in enger Verbindung zum Ahnenkult dieses Volkes. Sie werden überwiegend im familiären Rahmen eingesetzt und sind künstlerisch auf hohem Niveau. Lange, fein gearbeitete Gesichter, ebensolche Körper und Gliedmaßen, die entweder seitlich am Körper herabhängen oder nach oben gereckt sind, kombiniert mit überaus drall gestalteten Geschlechtsmerkmalen.
Diese sehr alte Mutterfigur ist dem sog. Tintam-Style zuzuordnen. Diese Figuren stellen häufig Menschen in alltäglichen Situationen dar - wie hier beim erzählen einer Geschichte und stammen aus dem Nordosten des Plateaus, angrenzend an das Gebiet der ehemaligen Djenne, berühmt für seine Terrakotten.
Herrliche Wetter-Patina, seit 1980 im Besitz des aktuellen Eigentümers. |