Allgemeines
Der Begriff Stammeskunst, auch Tribal Art oder Ethnographica genannt, umfasst
Ritual- oder Gebrauchsgegenstände. Im Idealfall weisen diese Objekte Gebrauchspuren
auf, die ihre Individualität steigern. Derartige Objekte, die in der Spitzenklasse
weltweit Ruhm und Höchstpreise erzielen, sind auch bei ORIGOMUNDI zu finden.
Aber auch der Einsteiger wird bei uns fündig. Denn die inhaltliche Klammer
für unser Sortiment ist neben der völkerkundlichen Authentizität
der schlichte (oder monumentale) Dekorationswert des einzelnen Objektes - und
somit gilt auch bei uns: Schönes muss nicht teuer sein.
Das Alter unsere Objekte
Die überwiegende Mehrzahl der heute erhaltenen Objekte - sind sie nicht
aus Stein oder Metall - stammt aus dem 20. Jahrhundert. Insektenfraß und
ein für organisches Material oft ungünstiges Klima zerstören
die meisten Objekte innerhalb nur weniger Jahrzehnte. Die Schnitzer hatten
immer gut tun. Für viele Sammler gilt deswegen die Formel: Einfuhrdatum
weniger 30 Jahre.
Masken
Es gibt unzählige Maskentypen, weit mehr als die hierzulande populären
Typen aus den ehemaligen Kolonialgebieten. Jede individuell und immer mit einem
um die zentralen Themen Tod und Fruchtbarkeit kreisenden Ausdruck. Masken wurden überwiegend
im Rahmen von Tänzen eingesetzt. Textilien, Federn und Schmuck am ganzen
Körper bildeten gemeinsam mit dem meist hölzernen Kopfteil die vollständige
Maske. Initiationsfeiern, wenn also Clanmitglieder innerhalb einer Hierarchie
aufstiegen oder Fruchtbarkeitstänze für Felder und Frauen; für
jede Situation gab es einen Tanz und eine Maske bzw. ganze Maskengruppen. Sie
verkörperten stets mächtige Wesen aus dem Jenseits, wie Ahnen, Geister
der Wildnis oder mythische Gestalten.
Figuren
Für viele Liebhaber ist das Feld der Figuren und Statuen ein nicht enden
wollender Quell der Begeisterung über Ausdrucksstärke und Dekorationskraft
dieser Kunstwerke. Geschnitzt, poliert von rauhen Blättern und anschließend
mit Pflanzenöl patiniert oder mit Beize gedunkelt und anschließend
bemalt - ihre Herstellung war ein komplexer Prozess.
Meistens wurden sie aus einem Stück erschaffen, was dem Schnitzer dreifache
Macht verschaffte: Die Macht der Abstraktion durch das, was er entfernte. Die
Macht der Figuration durch das, was er ließ und die Macht der Natur,
die durch die nicht unterbrochene Präsenz der ursprünglichen Form
und Struktur des Holzes immer zugegen ist.
Schilde & Waffen
Messer, Äxte oder Speere, ob aus Metal oder Holz, sie alle zeugen von
hochentwickelten handwerklichen Fertigkeiten. Die meisten von ihnen sind weit über
ihre Funktion hinausgetrieben worden und reich verziert oder geschmückt.
Viele Waffen und Schilde wurden lediglich im Rahmen zeremonieller Feste eingesetzt,
waren mitunter Bestandteil einer Maskenverkleidung. Wieder andere wurden als
Zahlungsmittel verwendet.
Gefäße
Nicht nur ihre verschiedenen Materialen und Formen, auch ihre unterschiedlichsten
Funktionen sind der Grund für eine große Vielfalt. Ihr Verwendungsspektrum
spannt einen Bogen von simplen Haushaltsgegenständen bis hin zu den
Ritualgeräten.
Schmuck
Nicht nur als pure Zierde, auch als Zeichen für Rang und Ehre, eine gesellschaftliche
Position, Funktion oder Gruppenzugehörigkeit werden durch Schmuck signalisiert.
Wieder andere Objekte wurden bei der Überbringung geheimer Nachrichten
als Beweis für die Glaubwürdigkeit des Absenders verwendet.
Musikintrumente
Musikinstrumente wurden von Sammlern bisher stark vernachlässigt. Vielleicht
weil ihnen die direkte Verbindung zu einem Ritual oder Geheimbund nicht unmittelbar
anzusehen sein muss und sie deswegen an Mystik einbußen. Sie dienen der
Begleitung von Tanz und Gesang oder werden für Signale verwendet. Oft
ist genau geregelt, wer welche Instrumente besitzen und zu welchen Anlässen
spielen darf.