Dieses Prachtexemplar war abgebildet in der "How to spend it"-Beilage der Deutschen Financial Times (Ausgabe vom 8.12.07)
Diese 1955 von Herrn Kegel-Konietzko erworbene Stülpmaske ist sehr selten und dazu ein außergewöhnlich perfekt erhaltenes Exemplar. Die
Biombo, eine von den Kete abstammende Volksgruppe mit nur 5000 Mitgliedern, leben im Südwesten des ehemaligen Zaire an den Flüssen Lulua und Kasai. Der Stil der
Biombo ist dem der
Kete und
Bakuba ähnlich, doch ungleich ausdrucksstärker. Ornamentik und Abstraktionsauffassung erinnern bereits an die Masken der östlichen Nachbarn (
Pende). Eingesetzt wurde dieser Maskentyp im Rahmen von Initiationszeremonien, also immer, wenn Stammesangehörige innerhalb bestimmter Ordnungskreise eine Stufe emporstiegen.
Mit ihrem reinen Stil, der eindrucksvollen Formgebung und ihrer Vollständigkeit stellt diese unversehrte Maske eine absolute Rarität dar, deren Auftreten im deutschen Markt für Aufsehen sorgen dürfte. Sie wurde im Dorf Sungi Munene im Destrikt Mweka Kasai erworben. Ihr Entstehungsjahr wird auf 1930 geschätzt.
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Boris Kegel-Konietzko