Dieses männliche Exemplar (erkennbar u.a. am Phallus am unteren Ende der geschwungenen Rückenmähne) stammt aus der Sammlung von Boris Kegel-Konietzko und ist somit von höchstem völkerkundlichem Wert. Mit ihren verschlungenen Elementen wird sie dem komplexen spirituellen Hintergrund mehr als gerecht (s.u.). Geschnitzt aus einem Stück, übersäht mit Gravuren - extrem dekorativ! Das dunkle Holz weist eine schöne Patina auf.
Ein seltenes Stück für Liebhaber und Sammler.
Diese realistisch bis abstrakt gestalteten Aufsatzmasken werden unter dem Begriff
tyiwara, was in der Sprach der
Bambara tyi = Tier, wara = Arbeit bedeutet, zusammen- gefasst. Sie erinnern an den Ursprung des Ackerbaus, als der Legende nach die Antilope den Menschen das erste Getreide schenkte und sie den Feldbau lehrte. Demzufolge werden tyiwaras bei landwirtschaftlichen Feierlich- keiten getanzt. Dabei ist der Körper des Tänzers durch einen Überhang verdeckt, der als Teil der Maske zu verstehen ist. Der vorgebeugte Oberkörper und zwei stützende Stöcke in den Händen runden die Imitation eines vierfüßigen Tieres ab. Die Masken werden immer paarweise getanzt, was sinnbildlich für die Kraft der gemeinsamen Arbeitsleistung von Mann und Frau steht.
Info-Link:
Boris Kegel-Konietzko