Die Mossi zählen mit über 2 Mio Menschen zur größten Bevölkerungsgruppe in Burkina Faso. Dieser große Stamm wurde im 14./15. Jh von Einwanderern aus dem Norden Ghanas gegründet und hat sich bis heute nur zu einem geringen Teil vom Islam bekehren lassen. Die traditionellen Bräuche der Mossi sind bis heute nicht erloschen.
Maßgeblicher Kult ist auch hier der Ahnenkult, an dessen Spitze künstlerlisch sehr eigen-
ständigen Ahnenfiguren stehen. Sie werden bei Beerdigungsfeiern symbolisch anstelle des Leichnams beerdigt, welcher zuvor an einem geheimen Ort dem Erdboden übergeben wird.
Diese stolze und reich verzierte Dame von ehemals hohem Rang - vermutlich eine Häuptlingsgattin - befindet sich seit Anfang der 1990er Jahre in der Sammlung eines Hamburger Künstlers und Afrika-Liebhabers. Ein besonderer Reiz geht von ihrer dunkel glänzenden Oberfläche aus, erzielt durch die abwechselnde Behandlung mit Erde und Hitze. |