Diese sehr alte Ahnenfigur besticht durch ihre extrem feine Schnitzarbeit, beachten Sie die feine Frisur mit ihren auf dem Haupt zusammenlaufenden Zöpfen und die unendlich schöne Haltung der Arme und Hände.
Die ehemals über den kleinen Sockel hinausragenden Zehen sind vor langer Zeit abgeschlagen - ansonsten ist diese Antiquität unversehrt. Sämtliche Altersmerkmale wie Termitenfraß und Wetterpatina sind als wertsteigernde Qualitätsmerkmale zu bezeichnen.
Die Dogon zählen heute um die 250.000 Menschen und siedeln seit dem 14. Jh auf einem gewaltigen Hochplateau in Mali, in dessen Teilregionen sich unterschiedliche Schnitzstile etabliert haben. Sie alle lassen sich auf die Kunst der Tellem und der Niongom zurückführen, zwei Urvölker aus eben dieser Gegend.
Dogon-Figuren stehen in enger Verbindung zum Ahnenkult dieses Volkes. Sie werden überwiegend im familiären Rahmen eingesetzt und sind künstlerisch auf hohem Niveau. Lange, fein gearbeitet Gesichter, ebensolche Körper und Gliedmaßen, die entweder seitlich am Körper herabhängen oder nach oben gereckt sind, kombiniert mit überaus drall gestalteten Geschlechtsmerkmalen.
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